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Die Katze ist kein kleiner Hund Kapitel III: Können Katzen eigentlich auch Zahnschmerzen haben?

12.04.2018

Die Katze ist kein kleiner Hund

Kapitel III: Können Katzen eigentlich auch Zahnschmerzen haben? Oder auch, warum gerade Katzen regelmäßig zur Zahnuntersuchung vorgestellt werden sollten!

Anders als der Hund lassen sich unsere Samtpfoten in den meisten Fällen nicht so einfach in ihr Mäulchen gucken. Außerdem behalten Katzen ihre Schmerzen oft für sich und verhalten sich auf diesem Gebiet völlig anders als der Hund.
Für Sie als Besitzer ist es daher um so schwerer Zahnschmerzen bei Ihrer Katze zu erkennen...
In der Regel fressen Katzen sogar normal weiter, Schmerzäußerungen bei der Futteraufnahme werden nur selten und nur in weit fortgeschrittenen Stadien beobachtet.

Folgende Verhaltensveränderungen bei der Futteraufnahme sind jedoch absolute Alarmsignale:
- Umschleichen des Napfes mit anschließendem schnellem, hastigem Fressen oder auch Fallenlassen von Futter
- vermehrtes Speicheln und Kratzen mit den Pfoten an den Leftzen
- Kopfschieflegen beim Kauen und einseitiges Kauen

Die Katze hat zu dem eine "besondere" Zahnerkrankung, die der Hund nicht bekommt:
Die sogenannte FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsion).
Auch wenn man sich noch nicht zu 100% sicher ist, woher die Krankheit genau kommt, so ist mit Sicherheit zu sagen, dass sie große Schmerzen bereitet und die häufigste Zahnerkrankung der Katze darstellt.
Die Zähne betroffener Katzen werden von körpereigenen Zellen „angeknabbert“ und zerlöchert. Der Abbauprozess des Zahns beginnt meist im Wurzelbereich und wird daher von außen zunächst nicht gesehen. Erst wenn sich der Prozess ausweitet kommt es zu äußerlich erkennbaren Veränderungen am Zahn. Häufig wird erst das Endstadium der Krankheit erkannt, da Zahnstein kleinere Löcher im Zahn überdeckt.

Verhindern kann man die Entstehung von FORL nicht, aber Zahnfleischentzündungen, wie sie durch Zahnstein entstehen, können die Entstehung von FORL und somit fortschreitenden Zahnverlust stark begünstigen.

Wie kann ich nun als Besitzer meine Katze am besten unterstützen:
Wichtig ist, die Zähne Ihrer Katze regelmäßig (mind. 1x im Jahr) von einem Tierarzt untersuchen zu lassen. Sollte Zahnstein festgestellt werden so können wir nach der Zahnreinigung in Narkose alle Schäden am Zahn erkennen und rechtzeitig handeln.

 

Foto: Die Katze ist kein kleiner Hund Kapitel III: Können Katzen eigentlich auch Zahnschmerzen haben?